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Wirkungsweise der Myoreflextherapie

Schmerzen oder Funktionsstörungen sind immer ein Signal des Körpers, dass etwas nicht stimmt. Bei neu auftretenden Schmerzen steht daher immer eine gründliche ärztliche Abklärung an erster Stelle. Je nach Befund erfolgt dann die Behandlung. Oft haben allerdings – gerade chronische Schmerzen – multiple Ursachen und entstehen aus einem komplexen Zusammenspiel zwischen körperlichen und seelischen Faktoren. Hier ist ein eindimensionaler Ansatz – z.B. Schmerzmittel – nicht ausreichend. Es macht in diesen Fällen auf Dauer wenig Sinn, das Symptom – den Schmerz – zu unterdrücken anstatt der Ursache auf den Grund zu gehen. Dazu müssen die Symptome im körperlichen Gesamtzusammenhang betrachtet werden, da die Ursache of nicht dort zu finden ist, wo es schmerzt.

Hier setzt die systemische Betrachtungsweise der Myoreflextherapie an. Dabei stehen insbesondere folgende Merkmale im Vordergrund:

  • Genaue Anamnese (inklusive Einbezug psychosozialer Aspekte)
  • Palpation und Behandlung durch Druckstimulation bestimmter ausgewählter Muskelansätze
  • Bei richtiger Dosierung der Druckstärke ist in vielen Fällen eine deutliche Entspannung bereits nach wenigen Minuten spürbar
  • Für einen nachhaltigen Behandlungserfolg sind in der Regel mehrer Sitzungen nötig
  • Die Myoreflextherapie lässt sich ideal mit Akupunktur- oder Massagebehandlungen kombinieren
  • Palpation und Behandlung des richtigen Druckpunktes
  • Weiterführung der Behandlung zuhause durch regelmässige, einfache Dehnübungen unter Muskelanspannung.
  • Vergrösserung des Bewegungsradius durch Umwandlung von sehnig gewordenenm Muskelgewebe in elastische Fasern („Verlängerung“ des Muskels)

Das Prinzip der Myorflextherapie ist dabei eigentlich ganz einfach: durch die Druckpunktstimulation des bereits verspannten Muskels wird die Spannung nochmals erhöht. Dadurch erfolgt eine reflexartige Regulation der Muskelspannung – d.h. der Muskel entspannt sich. Dieses Prinzip der Übersteuerung hat zur Folge, dass sich im Laufe der Behandlung das Muskelsystem neu ausrichtet und insgesamt in einen entspannteren Zustand übergeht, da das Zentralervensystem wieder in der Lage ist, den natürlichen Spannungszustand der Muskeln selber zu regulieren. Dadurch werden auch Gelenke und andere anatomische Strukturen entlastet und können wieder reibungslos „funktionieren“. Dies erklärt auch, warum über die Myoreflextherapie nicht nur Beschwerden des Bewegungsapparates, sondern auch andere funktionelle Beschwerden erfolgreich behandelt werden (vgl. Indikationsliste).


 

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